Sonntagsfrage

Wie erkenne ich gute Hundesnacks?

von Tina Drews - 12 Sep, 2021

Wie erkenne ich gute Hundesnacks?

Der Markt für Hundefutter und Hundesnacks ist groß und voller Werbebotschaften der Hersteller. Wie soll man da beurteilen, was wirklich ein guter Hundesnack oder gutes Hundefutter ist? Wir haben dir ein paar Tipps zusammen gestellt - ganz wichtig ist der Blick auf die Verpackung. Keine Überraschung, oder?  

Darf eigentlich nur Fleisch in Hundesnacks?

Keineswegs. Denn der Hund ist kein reiner Fleischfresser. In der Natur "verwerten" zum Beispiel Wölfe ihre gerissene Beute komplett - inklusive Knochen, Haut, Fell und sämtlichen Innereien (worin sich zB. in Magen und Darm viel Pfanzliches findet). Und findet der Wolf kein Beutetier, verschmäht er auch Beeren, Kräuter, Insekten, Gemüse oder Obst nicht. Pflanzliche Anteile in Hundenahrung oder Hundesnacks sind also keinesfalls etwas "Böses", sondern wichtig für die artgerechte Ernährung deines Hundes. 

Hundesnacks (und Hundefutter) müssen daher nicht nur aus Fleisch bestehen, auch "Kekse" oder "Kroketten" aus  Fleisch UND Gemüse sind vollwertig. Bei den Snacks gilt noch etwas anderes: Es sind halt Snacks, also besondere Extras bzw. Leckerbissen. Davon ernährt sich dein Hund nicht ausschließlich, sondern bekommt zum Beispiel als Leckerli nach gut absolvierten Aufgaben beim Training oder zum Verwöhnen ein Häppchen. Oder einen ausgewachsenen Happen - zum Beispiel eine Stück getrocknete Haut zum Herumkauen.

Für unterwegs sind solche großen Stücke natürlich nicht ideal - sie bröseln und riechen. Da setzt du dann besser auf Leckerli wie unseren Fitnesssnack mit viel Geflügelfleisch und wertvollem Hanfmehl. Dein Vierbeiner wird sie lieben und du kannst sie problenlos auch unverpackt in die Hosen- oder Jackentasche stecken.

Was sollte drin sein in Hundesnacks, was nicht?

Siehe oben: Fleisch sollte, Gemüse und Getreide kann. Am besten schaust du immer auf die Deklaration der Inhaltsstoffe, bevor du einen Snack kaufst und checkst kurz die Zutatenliste auf der Verpackung. Die Zutat mit dem größten Anteil steht immer ganz vorne, es schließen sich die an, die mengenmäßig folgen. Idealerweise werden die Mengen auch prozentual aufgeschlüsselt, statt nur gruppenweise aneinander gereiht. Diese sogenannte "offene Deklaration" ist am transparentesten für den Verbraucher und du findest sie bei allen unseren Hundesnacks. Geschlossene Deklaration bedeutet dagegen, dass Inhaltsstoffe in Sammelbegriffen zusammengefasst werden.  

Auch der Preis kann ein Indiz für gute Hundesnacks sein - ein Qualitäts-Snack muss nicht superteuer sein, aber für ganz wenig Geld bekommst man nun mal keine super-hochwertigen Inhaltsstoffe. Was hochwertige Inhaltsstoffe sind und welche Zutaten du eher meiden solltest, haben wir dir in der folgenden Liste aufgeschrieben:

  • Fleisch steht idealerweise an erster Stelle der Deklaration - und zwar Muskelfleisch oder Vollfleisch.
  • Tierische Nebenprodukte sollten nicht auftauchen - allerdings ist die Benennungsvorschrift da weit gefasst. Dahinter können sich genauso minderwertige Schlachtabfälle wie hochwertige Innereien (Lunge, Herz) verbergen - letztere werden hoffentlich vom Hersteller dann auch so aufgeführt!
  • Entgegen oft verbreiteter Meinungen können Hunde (anders als Wölfe) sehr wohl die Stärke aus Getreide verarbeiten. Nichtsdestotrotz sollten Snacks und Alleinfutter nicht zu hohe Anteil an Getreide enthalten. Wer vermutet (oder weiß),  dass der Hund kein Gluten verträgt (das kommt allerdings selten vor), nimmt Snacks mit Quinoa und Reis als glutenfreien Zutaten.
  • Öle und Fette ergänzen die Inhaltsstoffe und liefern wichtige Omega-Fettsäuren, zum Beispiel aus Fisch- oder Pflanzenölen. 
  • Zusatzstoffe wie Aroma- , Farb- und Konservierungsstoffe sollten nicht auftauchen.
  • Pflanzliche Nebenerzeugnisse sind Mehle, aber auch Pflanzenrückstände, Getreidekleber oder Maiseiweiß - also oft schwer verdauliche, aber billige Füllstoffe.
  • Gemüse bereichern den Snack um Vitamine, Mineralien und sorgen für guten Geschmack.